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Reiseblog – Marokko

Costa Brava

Carina : 21. September 2013 08:35 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Die letzten drei Tage haben wir an der Costa Brava in l’Estartit verbracht. Dort haben wir Georg und Mali besucht. Ein wenig Strandurlaub musste dann doch noch sein, obwohl das Wasser eigentlich (laut Carina) viel zu kalt zum Baden war, haben wir uns trotzdem hinein gewagt. In der Sonne ließ es sich dafür gut aushalten. Außerdem waren wir auf dem Markt und haben auch dort probiert zu handeln. Erfolgreich waren wir zwar, aber leider konnte man nicht so schön handeln, wie in Marokko – Noch ein Grund mehr, lieber wieder zurück nach Afrika statt in den Norden zu fahren. Den Hafen haben wir uns noch angesehen und überlegt, wie man am besten ein Boot kapern könnte. Leckeres Essen durfte natürlich auch nicht fehlen und zudem lernten wir noch Backgammon zu spielen. So blieben uns hier in Spanien noch ein paar schöne, erholsame Tage.

 

Gestern ging es dann weiter, nach Narbonne. Auf der Fahrt kämpften wir gegen starken, böigen Wind und hatten alle Hände voll zu tun, um die Motorräder samt Gepäck noch auf der Spur zu halten. In Narbonne haben wir dann unsere Unterkunft bezogen und uns ausgeruht, da Carina sich natürlich bei den eisigen Temperaturen Europas direkt erkältet hatte.

 

Heute geht nun schon der Autozug nach Düsseldorf und so müssen wir uns gleich auf den Weg, bis ganz nach Hause machen.

 

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Postkarten

Mathias : 19. September 2013 15:49 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Bemerkung| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Während wir uns in l’Estartit von der Sonne verwöhnen lassen und noch zwei Tage ein wenig Strandurlaub machen, haben wir für euch noch etwas vorbereitet, dass euch sicher freuen wird. Jeder bekommt eine Postkarte. Das Besondere daran ist, dass wir sie 1. ganz speziell für euch selber gestaltet haben und 2. ihr euch eine Postkarte mit euren Lieblingsfotos aussuchen könnt. Also nicht zögern einfach sofort auswählen, entweder per Formular oder per E-Mail an info@roc-image.com!

 

Wir gehen jetzt nochmal in die Sonne 🙂

 

Name Postkarte
Motiv 1  
Motiv 2  
Motiv 3  
Motiv 4  
Motiv 5  
Motiv 6  
Motiv 7  
Motiv 8  

 

 

Ich möchte auch eine Postkarte bekommen:

 

 

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Mittelmeerkreuzfahrt

Carina : 18. September 2013 11:27 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Nach unserer Abreise in Tetouan ging es direkt zur Fähre in Tanger Med. Der Weg führte uns noch an Ceuta (Spanisch) vorbei, dass wir aus der Ferne bewundert haben. Zu unserer Fährfahrt ist sicherlich nicht allzu viel zu erzählen. Das Aufladen verlief reibungslos obwohl wir uns in Geduld üben mussten, da zuerst alle Fahrzeuge nach Sete (Frankreich) eingeladen wurden und dann die nach Barcelona. Die Fähre war komplett ausgebucht und dementsprechend lange dauerte das ganze Procedere. Wir starteten also mit 2,5 Stunden Verspätung auf unsere Fahrt. Während dem Warten konnten wir Löschflugzeuge beobachten, wie sie knapp über dem Schiff entlang flogen, um dann kurz hinter der Fähre Wasser im Flug auf zu nehmen und dann direkt wieder abzuheben. Sie flogen dann in einer Kurve zu dem Feuer in den Bergen, um danach direkt wieder Wasser auf zu nehmen.

Carina hatte sich am Vortag noch ein Eis gegönnt, ein Vergnügen das Mathias in Marokko nie genießen durfte, da Carina dies für zu „gefährlich“ hielt, sich den Magen zu verstimmen. Und sie sollte recht behalten. Carina ging es also nicht ganz so gut und so sorgte Mathias auf der Fähre für trockenes Brot und Wasser, um den gereizten Bauch zu beruhigen. Ansonsten gönnten wir uns kurze Spaziergänge um den GPS Spot an zu schalten, damit ihr sehen könnt wo wir gerade herum schippern.

In Barcelona sind wir mit entsprechender Verspätung erst gegen 21:30 Uhr angekommen. Hinzu kam noch, das wir ziemlich ungünstig in der Fähre geparkt wurden und so als einer der Letzten erst hinausfahren konnten. Der Zoll wollte sich dann auch nochmal unsere Motorräder inklusive Gepäck ansehen und so sind wir erst ziemlich spät in der Nacht nach l’Estartit aufgebrochen, wo wir noch zwei Tage an der Costa Brava verbringen, bis unser Autozug am Samstag in Narbonne wieder in Richtung Düsseldorf fährt.

Fazit: Wir sind wieder in Europa und haben es bis hierher ohne größere Ausfälle geschafft. Die Zeit in Afrika war wieder einmal viel zu kurz, aber die Eindrücke waren toll und wir können Marokko als Reiseland durchaus empfehlen. Viele nette Menschen und atemberaubende Landschaften gib es zu sehen. Von dem leckeren Essen mal ganz zu schweigen.

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Fes nach Tetouan

Mathias : 15. September 2013 20:32 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Heute stand für uns wieder eine längere „Überführungsstrecke“ an, bei der leider wenig Zeit für Erlebnisse blieb, sondern wir hauptsächlich dafür sorgen mussten, Kilometer zu machen. Unsere Zeit in Fés war leider viel zu kurz und wir mussten uns auf das wesentliche beschränken und leider einige Kulturelle Highlights (wie die Moschee – die wir ohnehin wie immer leider nur von außen sehen dürfen) links liegen lassen. Heute haben wir fast sechs Stunden lang im Sattel gesessen, um uns nach Tetouan, ca. 100 Kilometer vor Tanger Med., zu bringen, um morgen rechtzeitig bei der Fähre zu sein. Die Strecke führte uns durch das Rif Gebirge, ein Landstrich den wir aufgrund seiner Drogenproblematik eher meiden wollten. Das Gebirge ist Landschaftlich allerdings doch sehr sehenswert und so wurde die Marathontour durch die landschaftliche Schönheit etwas erträglicher. Heute findet ihr nur ein paar Bilder von der Strecke.

Den nächsten Eintrag werden wir wohl wieder vom Europäischen Festland aus schreiben, wenn wir wieder in Barcelona angekommen sind.

 

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Fes – Feilschen und Bummeln

Carina : 14. September 2013 21:07 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Heute sind wir von Azrou nach Fés gefahren. Auf dem Weg lag neben der imposanten Landschaft, die wir nun schon so oft beschrieben haben, auch ein kleiner Ort namens Ifrane. Wie wir uns angelesen haben ist dieser Ort für einige Marokkaner der Inbegriff von Urlaub. Dieser Ort wird penibel sauber gehalten und besteht hauptsächlich aus Häusern, die einem Schweizer Bergdorf entsprungen zu sein scheinen. Alle mit roten Satteldächer, wie wir sie aus Europa kennen – ansonsten haben wir hier mehr die Flachdachbauweise kennen gelernt. Ansonsten hat der Ort noch eine Universität zu bieten, die hauptsächlich für die Schönen und Reichen des Landes gedacht ist und auch viele amerikanische Austauschstudenten aufnimmt. Natürlich gibt es in dem „Schweizer Bergdorf“ auch ein Skigebiet und an den Straßenlaternen hängt Dekoration, die an einen Weihnachtsmarkt erinnert.

Angekommen in Fés, fanden wir uns in einer Großstadt wieder, was wir gar nicht mehr gewohnt waren. Das Navi lotste uns in Richtung des reservierten Riads, während trotzdem immer wieder Männer auf kleinen Mofas probierten sich an der Ampel oder auch während der Fahrt als Führer anzubieten. Doch meist gaben sie schnell auf, als sie unsere GPS-Geräte ein wenig betrachtet hatten und feststellten, dass wir wirklich nicht gewillt waren, ihnen zu folgen, sondern einfach unseren eigenen Weg, in unserer eigenen Geschwindigkeit fuhren. Wenn die Fremdenführer hier wirklich etwas verfluchen, dann sind es wohl die Navis der Europäer. Leider waren die GPS-Koordinaten der Unterkunft dieses Mal komplett falsch und lotsten uns in einen Park. Leider fand sich nur ein Mann zum Fragen, der tatsächlich nur Arabisch sprach und Carinas Arabisch reichte wohl leider nicht, um ihn zu verstehen. Nach einer längeren Suche im Reiseführer fanden wir dann tatsächlich eine Straße auf der Karte, die zu mindestens zum Teil den gleichen Namen mit der Adresse des Riads hatte. Diese sollte sich mitten in der Medina finden. So traten wir unseren Weg dorthin mutig an und fuhren auch sehr zielstrebig mitten in die kleinen Gassen, bis wir einem Hof landeten, von dem aus man wirklich nur noch zu Fuß weiter kam. Natürlich fand sich auch dort wieder ein sehr hilfsbereiter Fremdenführer, den wir dieses Mal dann tatsächlich in Anspruch nahmen. Wohl gemerkt handelten wir den Preis dieses Mal vorher aus, um nachträglichen Ärger zu vermeiden. So zeigte er uns den Weg zum Riad und zu einer bewachten Tiefgarage für die Motorräder. Darüber, dass er unser ganzes Gepäck mit einem Handkarren, quer durch die Medina, mitten durch die kleinen Gassen mit den Geschäften, bis zum Hotel brachte, waren wir auch sehr erleichtert. Da hätten wir sonst doch sehr zu Schleppen gehabt und selbst so fragte die Dame im Empfand uns, ob es denn draußen regnen würde… – hatte es nicht, es war nur sehr warm. Doch natürlich hatten wir auch heute wieder, wie schon die vergangenen Tage, den Regen im Gepäck, doch heute erst Nachmittags.

Das Riad stellte sich als sehr schön heraus. Wir konnten (da wir die einzigen Gäste zu sein schienen) frei das Zimmer wählen und entschieden uns für die Suite Sofia, da uns ein ganzes Appartement doch als zu groß erschien. Die Lage des Riads war für uns Ideal. Nur ein paar Meter aus der Tür heraus fand sich eine der „Hauptstraßen“ durch die Medina, also eine etwas größere, aber für uns immer noch sehr kleine Gasse, an der entlang alle möglichen kleinen Läden aufgereiht waren. So konnten wir hier all unsere Souvenirs und Mitbringsel besorgen und natürlich jede Menge handeln. Die meisten Händler freuten sich zunächst über die europäische Kundschaft, waren dann aber am Ende doch nicht mehr ganz so erfreut. Ein Händler schien schon richtig verärgert über den Preis zu sein. Vielleicht haben wir es da doch etwas zu weit getrieben… aber verkauft hat es uns die Sachen immerhin trotzdem. Die Preise, die einem hier manchmal genannten werden, liegen wohl gemerkt oft wirklich schon über europäischen Preisen und so haben wir meistens sogar nur ein Fünftel oder weniger des ursprünglichen Preises bezahlt. Da die Händler uns wieder öfter fragten, ob wir Berber wären (die anscheinend sehr geizig zu sein scheinen), scheinen wir ja doch (aus unserer Sicht) ganz gut gehandelt zu haben und waren so sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die bunten Gassen, das schauspielerische Handeln und die wahnsinnige Atmosphäre werden wir wohl auch vermissen – wenn auch nicht so sehr, wie wir nun schon die Sandwüste vermissen.

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Affentheater

Carina : 13. September 2013 19:19 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Nach dem gestrigen Unwetter fanden sich heute viel Geröll, Schlamm und Dreck auf den Straßen, aber trotzdem waren sie alle befahrbar. So schlugen wir unseren Weg weiter in Richtung Norden, nach Azrou ein. Auf dem Weg dorthin fuhren wieder durchs Gebirge, vorbei an Schneebarrieren, aber leider gab es weiter oben keinen Schnee, sondern nur Kälte. Die wechselnde Landschaft zwischen Hochebenen und Bergen, sowie Nadelwäldern und freien Steppenflächen war wirklich beeindruckend. Zwischendurch fühlten wir uns schon fast wieder wie in Deutschland – vielleicht in einem Wald in der Eifel – wenn da nicht plötzlich Affen am Straßenrand gewesen wären. Da war doch auch dieses Mal das Straßenschild „Achtung Rehe“ wohl eher fehl am Platze, besser hätte es hier „Achtung Affen“ heißen müssen. Sie tollten quer über die Straße, durch die Bäume und waren dabei sogar sehr zutraulich. Dem ganzen Müll nach zu urteilen, waren sie es wohl auch gewöhnt, dass schon mal Leute anhielten und ihnen von Keksen, bis hin zu Cola wirklich alles zu geben schienen. Da konnte Carina doch wirklich nicht widerstehen und kramte ein paar letzte Kekse aus der Tasche und fütterte die Affen. Mathias konnte dies zwar nicht gutheißen, erklärte sich aber bereit wenigstens ein paar Fotos zu machen. Nach einer weile hielt ein zweites Fahrzeug an – eine Marokkanische Familie – die, wie wir dachten, wohl auch die Affen anschauen wollte. Doch es stellte sich heraus, dass sie ein gemütliches Picknick auf der kleinen Lichtung machen wollten. Als alles schön aufgebaut war, hatte es sich allerdings nicht nur die Familie dort gemütlich gemacht, sondern auch die Affen schienen das ganz lustig zu finden. Nachdem die Familie wohl doch nicht so gemütlich essen konnte, da die Affen sich ihren Anteil klauten, wurden mit lautem Geschimpfe und viel Durcheinander schnell alle Utensilien und die Familie wieder ins Auto gepackt. Da die Affen sich nun dazugehörig fühlten, wollten sie auch mit einsteigen, was die Familie zu verhindern versuchte. Nach einer Weile lustigem Treiben, hatten wir und die Affen dann wieder unsere Ruhe und die Familie suchte sich einen anderen Platz zum Picknick.

Unsere Unterkunft in Azrou haben wir leider dieses Mal nicht auf Anhieb gefunden, da wir keine GPS-Koordinaten hatten. Aber nach ein bisschen Suchen und einem Anruf haben wir sie dann doch gefunden. Sie ist zwar sehr günstig aber dementsprechend auch nicht besonders schön, sondern eher wie eine sehr günstige Jugendherberge. So beschlossen wir, morgen früh sehr zeitig nach Fés los zufahren. Wo wir jetzt ja wieder ein Dach über dem Kopf hatten, konnte natürlich auch das abendliche Gewitter wieder kommen. Dieses Mal auch von Hagel begleitet. Auch stand wieder innerhalb kürzester Zeit die Straße unter Wasser und ein Fluss floss vor unserer Unterkunft vorbei. Da erlaubte sich der Besitzer doch den Scherz, dass wir bei ihm sogar schwimmen gehen können – Sehr lustig!

 

Morgen geht es für uns dann weiter, nach Fés, wo wir hoffen, dass es nicht so viel regnen wird, da wir auf unseren Motorrädern weder Regenjacken, noch einen Regenschirm mitgenommen haben. Sonst wird es wohl ein recht nasser Spaziergang durch die Medina werden.

 

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Die „große“ Flut

Carina : 12. September 2013 22:44 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Zu abendlicher Stunde – wir hatten es uns nach dem Abendessen schon gemütlich gemacht – überraschte uns das laute Rauschen auf der Straße, dass Mathias zu der flapsigen Bemerkung „klingt wie ein Fluss“ veranlasste. Nachsehen ist besser und so wurden wir Zeuge, wie das, in unserem letzten Beitrag angesprochene Gewitter wohl bis in die Berge weitergezogen war und nun der Regen ins Tal hinab lief.

 

Die ganze Straße vor unserer Unterkunft hatte sich in einen reißenden Fluss verwandelt, der Mauern mit sich riss und die Straße für alle Fahrzeuge unpassierbar machte. Dies lockte viele einheimische (und ausländische) Schaulustige an. Von dem Komfort unseres Balkons konnten wir das Treiben gut beobachten und auch im Blick behalten, dass unsere Motorräder nach wie vor sicher und einigermaßen trocken – zumindest nicht von den Fluten gefährdet – waren. Neugierig wie wir sind, gingen wir doch mal in den Garten gucken, wo wir zuvor noch schön in der Sonne gesessen hatten. Dieser ähnelte nun mehr einem großen Teich und die höher gelegenen Wege eher einem matschigen Pfad. So schnell kann sich hier ein sehr trockenes Fleckchen Erde zu einem sehr Nassen entwickeln.

Der höchste Wasserstand scheint nun vorüber zu sein. So sind wir schon gespannt, wie morgen früh die Straße und der Rest des Dorfes aussehen werden. Hoffentlich ist keiner zu Schaden gekommen.

 

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Ab in den „kalten“ Norden

Carina : 12. September 2013 21:57 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Nach unserem schönen Aufenthalt mussten wir uns heute leider von den wundervollen Sanddünen des Erg Chebbi verabschieden und den Weg Richtung Norden antreten. Die Lange Strecke nach Fés haben wir in zwei Teile eingeteilt damit die Strecke nicht zu lang wird. Als erstes sind wir heute bis Midelt gefahren. Ein alte französische Garnisonsstadt, die, so lesen wir, nicht viel an Kultur zu bieten hat. Das ist für uns nicht ganz so schlimm, da wir uns mehr auf ein Bett und ein gutes Abendessen freuen um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln. Der heutige Tag führte uns also weg von den Sanddünen des Erg durch die schwarze Wüste (Desert noir), die alle beide zur Sahara gehören.

 

Kurze Notiz für Besserwisser: Entgegen der landläufigen Meinung, besteht die Sahara nicht nur aus Sandwüste, sondern ist vor allem eine Stein- und Geröllwüste, auch Hamada genannt. Nur annähernd zwanzig Prozent der neun Millionen Quadratmeter sind von den sandigen Gebieten (Erg) bedeckt. Diese haben natürlich ihren besonderen Reiz und verfehlen auch bei uns beiden nicht seine Wirkung. Die Stille und Schönheit der Dünen lassen uns beide immer wieder von unserer Zeit in diesen Regionen schwärmen und lassen durchaus manchmal den Wunsch durchkommen im Alltag doch nur mal kurz in die Ruhe des Ergs zurück zu kehren.

 

Wir folgten heute also der Straße über Ar-Rachidia (oder auch Errachidia) durch den hohen Atlas, bis nach Midelt im Mittleren Atlas, durch palmengesäumte Täler, einsame Hochebenen und luftige Bergstraßen. Entgegen unser Hinfahrt über Marrakesch – Skoura war die Überfahrt über das Atlas Gebirge diesmal wesentlich „sanfter“ und weniger hoch – da hat sich Carina gefreut. Den Anblick entnehmt ihr am besten den Bildern und Videos. Ebenfalls wurden am Straßenrand immer wieder jede Menge Äpfel angeboten. Hier scheinen die Äpfel schon früher reif zu sein als bei uns (oder kennen wir uns da einfach nur nicht so gut aus) und sehen sehr schmackhaft aus. Leider ist Mathias nicht dazu gekommen einen zu kaufen und zu probieren, da die Navigatorin dafür keinen Pausenstopp eingeplant hatte.

 
 

Desert noir:

 

Palmentäler:

 

Hoher Atlas:

 

Hochebene:

 

 

In Midelt haben wir unsere Unterkunft (etwas außerhalb des Zentrums gelegen) gut gefunden. Als wir anhielten, kam sehr bald ein Junge vorbei und blieb bei uns stehen. Viel französisch schien er nicht zu sprechen, dafür bedeutete er uns mit „Händen und Füßen“, dass er Carinas Handschuhe haben wolle. Darüber konnten wir, als wir es endlich verstanden hatten, dann doch nur herzhaft lachen. Ein bisschen dreist war das ja nun schon.

 

Während dem Abendessen zog hier ein riesiger Sturm mit Gewitter und jede Menge Regen auf. Während er draußen immer noch wütet, sind wir froh ein Dach über dem Kopf zu haben, auch wenn es Carina selbst drinnen noch viel zu kalt ist (es sind immerhin nur noch 25 Grad hier). 😉

 

Morgen geht es weiter in Richtung Fés. Wobei … es könnte sein das wir noch einen Abstecher machen. Carina möchte noch Affen sehen. Mal sehen was wir da so machen können.

 

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Mercedes der Wüste

Carina : 11. September 2013 22:14 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Gestern Abend haben wir spontan einen Kamelritt zum Sonnenaufgang gebucht. So kam es, dass wir uns heute morgen um fünf Uhr aus dem Bett gequält haben und schon um halb sechs fertig im stockdunklen Innenhof auf den Kamelführer warteten. Dabei konnten wir die Sterne beobachten und dabei noch ein bisschen weiter dösen. Als sich weiter nichts tat, beschlossen wir auf die Dachterrasse zu gehen und von dort aus zu gucken, ob sich beim Kamelstall nebenan schon was tat (Mathias wollte einfach rüber gehen, aber Carina fand das eindeutig zu gefährlich, da wir den Kamelführer ja noch nicht kannten und sich jeder als dieser hätte ausgeben können). Von der Dachterrasse aus entdeckte Carina auch prompt drei „vermummte Gestalten“, auch Mathias Beteuerungen, dass dies Bäume seien, halfen da nichts. Erst viel später, im Hellen glaubte Carina ihm und stellte mit eigenen Augen fest, dass es tatsächlich nur Bäume waren. Ein Glück! Von der Dachterrasse aus konnten wir auch ein Licht bei den Kamelen ausmachen, dass dann auch näher kam. Von dem Gedanken, den Kamelführer im dunklen zu erschrecken, nahmen wir dann doch Abstand und so saßen wir kurze Zeit später auf den beiden Kamelen. Zu Carinas Enttäuschung hatten diese nicht mal einen Namen, da sie hier lediglich als Arbeitstiere dienen. Der Kamelführer fand auch im Finsteren einen sicheren Weg durch die Dünen und so waren wir pünktlich zum Sonnenaufgang bei einer der größten Dünen im Erg Chebbi. Als wir uns umsahen merkten wir, dass wir nicht die Einzigen waren – eine ganze Gruppe deutscher Touristen erklomm gerade eifrig die große Düne. So beschlossen wir, dass wir auch von der etwas kleineren Düne nebenan einen tollen Blick haben würden und hatten dafür dann auch unsere Ruhe. Leider war es gar nicht so leicht diese Düne zu erklimmen. Immer wieder sanken wir tief in den Sand ein und rutschten den Hang wieder stückweise herunter. So gaben wir auf halber Strecke auf und machten es uns bequem. Das hat der Kamelführer dann wiederum nicht eingesehen und siehe da, ein paar Meter weiter stieg er problemlos auf den Dünenkamm. Die Einheimischen scheinen die Dünen wohl doch deutlich besser zu kennen, als wir. Als wir dann auch endlich oben an kamen, konnten wir den Sonnenaufgang genießen. Über dem weiten Dünenfeld, in Richtung algerischer Grenze stieg langsam die Sonne empor und damit kam auch die Hitze wieder zurück in die Wüste. Hinter dem Dünenfeld konnten wir schon die Berge Algeriens sehen, wie uns auch der Kamelführer bestätigte.

 

Viele Fotos später, machten wir uns dann weiter auf dem Weg zu einem kleinen Zeltlager. Dort bekamen wir ein Frühstück zubereitet und konnten uns ein bisschen ausruhen, bevor wir dann die Dünen „surfen“ sollten. Das Snowboard schien aber wohl nicht mehr al solches benutzt werden zu können, sondern es wurde mehr wie eine Art Schlitten benutzt. Der Aufstieg bei der Sonne und dem tiefen Sand, mit einem Snowboard unter dem Arm, war enorm anstrengend. Ein „Dünen-Lift“ wäre wohl doch eine Überlegung wert… 😉 Das Herunterfahren war sehr lustig, aber ein zweites Mal war uns das dann doch zu anstrengend. So machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Bei unseren treuen Weggefährten (die Kamele) mussten wir uns natürlich auch bedanken, als wir wieder im Hotel ankamen. So kraulte Carina die Kamele und fand, dass sie sich auch zu freuen schienen. Doch das fordere Kamel freute sich dann doch nicht so sehr, wie das Andere und schnappte nach Carinas Arm. Vermutlich sind die Mercedes der Wüste einfach nicht gewohnt, nach der Arbeit Streicheleinheiten zu bekommen… Trotzdem haben wir uns erkundigt, wie viel so ein Kamel kosten würde und bekamen auch ein sehr liebes, junges Kamel angeboten. Jetzt müssen wir nur noch überlegen, wie wir das Kamel nach Deutschland bekommen. Aber laut Kamelführer ist das kein Problem – in ca. 3 Monaten wären wir sicher da, meint er. Erstaunt war er dann doch, als wir ihm erklärten, dass es in Deutschland keine Sahara gäbe. Ein Land ohne Sahara scheint für ihn unvorstellbar zu sein.

 

Müde von dem langen Ritt, ruhten wir uns erst nochmal aus, bevor wir dann nochmal zu Fuß in die Sandwüste stapften. Das Erstaunliche ist, dass alle Fotos die man sieht immer so unrealistisch und künstlich wirken, doch wenn man hier ist, sieht es ganz genau so aus – eigentlich noch viel imposanter, weil man mitten drin ist. So haben wir uns eine Düne gesucht und einfach die Zeit, die Ruhe und die Schönheit der Wüste genossen.

 

Bei all der Erholung sollte natürlich auch in unserem Urlaub das Tanztraining nicht zu kurz kommen und wir haben natürlich auch hier weiter geübt. 😉 Ein Beweisfoto für unsere Trainerin (Uta) haben wir hier beigefügt.

Morgen müssen wir dann leider die Sandwüste wieder hinter uns lassen und unsere Reise geht wieder in Richtung Norden.

 

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Zwischen Erg Chebbi und Rissani

Carina : 10. September 2013 20:19 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Eine kleine Anekdote zu Beginn: Am gestrigen Abend zeigten sich mal wieder Mathias Französischkenntnisse in Höchstform. So fragte Mathias erstaunt, als der Kellner wieder weg war, was er denn gesagt habe: „Siboku – was ist das denn?“ Hier die Übersetzung für alle: Er sagte „Merci beaucoup“ – „Vielen Dank“. Mathias hatte dem nichts hinzuzufügen und glaubt immer noch an eine Wortneuschöpfung.

 

Heute haben wir uns vom Besitzer eine Piste auf der Karte zeigen lassen und sind dann mit einem lustigen selbstgemalten Plan und einigen Beschreibungen einfach drauf los gefahren. Tatsächlich haben wir auch die angegebenen Anhaltspunkte gefunden und scheinen so dann auch die richtige Piste genommen zu haben. Die Piste war recht breit, mit viel Schotter, sowie einigen Wellblechpassagen (Glossareintrag: Wellblechpisten – Durch vielfache Verdichtung durch Autoreifen des sandigen Bodens entsteht fester Untergrund mit einer wellenartigen Oberfläche. Diese Pistenabschnitte sind nur durch langsames oder sehr schnelles Fahren befahrbar, da andernfalls die Erschütterungen unangenehm sind). Um für ein bisschen Spaß zu sorgen, sind wir manchmal die kleine Nebenpiste gefahren, wo wir auch ein wenig Sand und Erde als Untergrund fanden. Die Wellblechpiste und Carinas wilder Fahrstil forderten heute den ersten materiellen Tribut: die Befestigungsschraube des rechten Handprotektors. Nach einer erfolglosen Suche – die Schraube hat ihr neues Zuhause in der Sahara – haben wir den Protektor mit Panzertape, in einer künstlerisch wertvollen Weise befestigt.

 

 

 

 

 

 

Leider hatte unsere angegebene „Raststation“ nicht offen, da es sich für die kleine Herberge im Sommer nicht lohnt, ohne Klimaanlagen und Schwimmbad zu öffnen. So bekamen wir dort leider kein erfrischendes Getränk und mussten dann doch bei Wasser aus unseren Camelbaks bleiben. Entlang der Piste hatten wir einen tollen Blick auf die Sandwüste. Sonst fanden sich noch einige Fossilien-Händler entlang der Strecke, eine wilde Müllhalde (leider wird hier der ganze Müll oft einfach hinter dem Ortsausgang, mitten in der Wüste abgeladen) und immer wieder haben wir in der weiten Ebene kleine „Mini-Windhosen“ gesehen. Diese haben sich anscheinend über bestimmten Stellen gebildet und ein wenig Sand aufgewirbelt. Nach etwa dreißig Kilometern kamen wir dann wieder auf eine befestigte Straße und sind über Erfoud und Rissani wieder zurück zum Hotel gefahren.

 

In Rissani haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um Wasser zu kaufen. Dafür haben wir uns wohl nicht gerade die ruhigste Ecke ausgesucht – schon nach wenigen Sekunden standen einige Kinder um uns herum, die Bonbons oder Stifte haben wollten. Während Carina in dem kleinen Kaufladen am Straßenrand einkaufen ging, gab Mathias ihnen dann auch einige Bonbons, die wir extra für solche Fälle gekauft hatten. Aber wie es hier schon mal öfter vorkommt, waren sie damit dann leider doch nicht zufrieden. So forderten sie dann auch noch Stifte, einen neuen Fußball, Geld und alles Mögliche. Wir haben alle Forderungen lachend aber doch bestimmt abgewehrt und sind dann zügig weiter gefahren. Leider kommen solche Situationen hier schon mal vor, aber natürlich ist das nicht die Regel, denn es gibt hier auch sehr gastfreundliche und nette Menschen.

 

Wieder zu Hause angekommen, haben wir uns auch heute nochmal ein schönes „Sandbad“ in den Dünen genehmigt und die Sahara genossen.

 

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Sandbad

Mathias : 9. September 2013 20:36 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Heute haben wir uns nach der weiten Strecke gestern nochmal einen motorradfreien Tag gegönnt. So sind wir geradewegs aus der Hotelausgangstür in die Dünen gestapft. Weit sind wir allerdings nicht gekommen bis wir uns erschöpft vom tiefen Sand einfach auf die nächste Düne gelegt haben und den warmen Sand und das Dünenmeer vor uns genossen haben. Außer einigen Brunnen und ein paar Kamelen und Quads in der Ferne gab es eigentlich nichts „spannendes“ zu sehen, aber trotzdem war der Anblick der riesigen Dünen sehr beeindruckend und wir konnten die Ruhe genießen. Um uns gegen die Sonne zu schützen, nutzten wir tatsächlich die in Tunesien errungene Fähigkeit uns ein Kopftuch umzubinden, welches uns gegen die Sonne und gegen den im Wind fliegenden Sand schützte. Den restlichen Tag nutzten wir zum Erholen und Planen von unserer nächsten Pistenfahrt morgen. Gerade genießen wir zum Tagesabschluss den Sonnenuntergang, von der Dachterrasse aus.

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Fahrt zu den großen Dünen

Mathias : 8. September 2013 22:38 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Heute morgen machten wir zum Abschied noch ein Bild mit der Familie, wobei sich alle extra schön (mit Festtagskleidung) für das Bild machten. So seht ihr auf dem Bild (neben uns) Mohammed und seine Frau Ghizlane vor dem Kasbah la Palmeraie in Skoura. Außerdem gehörten zu der Familie, bei der wir hier die letzten Tage gewohnt haben, der Sohn (Samad), die Brüder und die Eltern von Mohammed. Nach dem Abschied machten wir uns auf den weiten Weg nach Merzouga.

 

Den ersten Teil der Strecke waren wir schon vor ein paar Tagen auf dem Weg zu den Gorges du Dades gefahren und der nächste Teil war eigentlich sehr ähnlich. Viel flaches, wüstenartiges Land, am Horizont die imposanten Berge auf beiden Seiten und dazwischen immer wieder kleine Oasen mit mehr grün und vielen Häusern. Wir sind auch an einem Souk (ein Markt) vorbei gekommen. Leider hatten wir auf Grund der weiten Strecke keine Zeit, dort anzuhalten und haben so nur die Menschen bewundert, die mit Kind und Kegel, mit Eseln, Karren, Mofas, Autos und Sprintern dorthin pilgerten oder voll bepackt wieder in die andere Richtung liefen. Das war wirklich ein buntes Treiben. Nach diesem Stück sind wir dann auf die Nebenstrecke nach Erfoud abgebogen, wo es langsam sandiger wurde. Am Horizont begleiteten uns während der ganzen Fahrt große, dunkle Regenwolken, die uns zum Glück erst mit Regen erreichten, als wir uns gerade in einem sehr kleinen Dorf, auf die überdachte Terrasse eines noch kleineres Lokal gesetzt hatten. Wie sich dann zeigte war das Dach, gefertigt aus zusammengelegten schilfartigen Hölzern, lediglich zum Sonnenschutz gedacht, nicht aber wasserdicht gebaut. Trotzdem ertrugen wir den etwas gemilderten Regen, um unsere Motorräder im Blick behalten zu können. Nachdem wir zwei Omlets mit Käse und Getränke bestellt hatten (die uns wohlgemerkt angeboten wurden), ging das lustige Treiben los. Die Dame bei der wir bestellt hatte (ungewöhnlicher Weise schien sie auch die Restaurantbetreiberin zu sein), schwang sich auf ihr Fahrrad und radelte davon. Während wir uns fragten, was sie jetzt wohl machen würde, kam ein Junge (anscheinend ihr Sohn) angeradelt, mit einem Tablett voller Besteck und Messer. Dann kam auch noch ihr Mann vorbei und mischte sich in das Treiben. Anschließend kam nun auch die Dame zurück und wie wir feststellten, war sie extra für uns einkaufen gegangen. So konnte sie nun kochen, haben wir uns so gedacht. Da hatten wir wohl noch nicht bedacht, dass auch noch die nötige Pfanne fehlte, die ihr Sohn dann ebenfalls mit dem Fahrrad brachte. So bekamen wir dann nach einer Weile auch unser Essen, was wohl wirklich sehr frisch sein musste. Es schmeckte auch tatsächlich sehr gut und wie auch schon vorher wurden wir von den Einheimischen, die auf der Straße entlang fuhren sehr genau betrachtet. Zwei große Motorräder am Straßenrand geparkt schienen hier nun wirklich nicht normal zu sein. Manche winkten und grüßten freundlich. Die Jungs führten uns kleine Stunts auf den Fahrrädern vor und währenddessen lauschten wir der für uns laut aufgedrehten Musik aus sehr schlechten Lautsprechern, die immer wieder zu lustigen Unterbrechungen im Lied führten. Zu guter Letzt kam dann tatsächlich ein weiterer „Gast“ ins Lokal. Wie sich schnell zeigte wollte er allerdings nur Essen oder Geld von uns abstauben. Nachdem die Kellnerin ihn mit Worten nicht zum gehen bewegen konnte, holte sie dann tatsächlich einen Besen und begann ihn damit aus ihrem Lokal zu scheuchen. Sie bekam dabei Hilfe von zwei Jungen und mit vereinten Kräften schafften sie es tatsächlich in zu verscheuchen. Das war nun wirklich ein sehr ulkiges Bild, über das wir herzhaft lachen konnten. Für diese erfrischende Pause haben wir tatsächlich mit allem gerade mal 5,50 Euro bezahlt. Die waren wohl gut investiert.

 

So machten wir uns auf das letzte Stück, bis nach Merzouga in Angriff zu nehmen. Leider verfolgte uns der Regen nun auf dem ganzen letzten Stück, bis in die Sahara, sogar bis zu den Sanddünen. Doch alle Leute hier freuen sich über den Regen, den wir mitgebracht haben und feiern ihn. Die Kinder spielen alle Fußball, bei den nun angenehmen Temperaturen (es gibt hier in jedem Ort und oft auch mitten im „Nichts“ Fußballplätze). Leider wurde die Straße hier sehr rutschig, durch die sandige Fahrbahn, mit dem frischen Regen. Doch nach ein bisschen rutschen fuhren wir dann langsam und sicher bis zum Ziel. Das letzte Stück ging über eine kleine Piste, die wir zum Missmut der Einheimischen, die uns liebend gerne den Weg gezeigt hätten (um natürlich danach Geld dafür zu verlangen), ganz alleine fanden. So kamen wir gemeinsam mit dem Regen gut in unserem Hotel an.

 

Das Hotel liegt direkt am Rande der großen Dünen und ist ein sehr schickes Hotel. Durch ein wenig Glück konnten wir es sehr reduziert buchen und so war es auch für uns erschwinglich. Der Ausblick und das Zimmer sind toll, wie ihr auch den Bildern entnehmen könnt. Beim Abendessen zeigte sich dann leider, dass dies auch viele andere deutsche Touristen so sehen. So fühlten wir uns doch mehr wie in einem arabischen Restaurant irgendwo in Deutschland. Die Kellner bemühten sich hier alle sehr mit den anderen Touristen Deutsch zu sprechen, waren dann aber doch sehr erfreut und verwundert zugleich, dass wir Deutsche sind und trotzdem mit ihnen Französisch sprechen (das führt hier immer wieder zu Verwirrungen, da die Einheimischen nicht verstehen, dass manche Deutsche auch Französisch sprechen können). Unter dieses Merkwürdige Geschehen mischte sich dann noch eine asiatische Familie, bei denen jeder zum Essen mit seinem technischen Gerät erschien. Der Laptop wurde hierbei noch nicht mal zu geklappt und der Kellner musste sofort einige Fotos von ihnen machen. Mathias versucht sich immer noch von diesem Kulturschock zu erholen, nachdem wir die letzten Tage so schön in der marokkanischen Familie im Kasbah verbracht hatten…;) Ob er es schafft werden wir wohl sehen.

 

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Kleine Pistenfahrt

Carina : 7. September 2013 18:57 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Unser Tag begann wie immer mit einem leckeren Frühstück, bei dem wir dieses Mal nicht ganz ungestört blieben. Der kleine Sohn der Familie tauchte plötzlich mit Waschmittel auf und versuchte dieses gegen ein Brot zu tauschen. Aber das Brot alleine genügte ihm nicht. Er schaute auf unseren Tisch und bedeutete Mathias, er solle ihm Honig auf sein Brot schmieren. So bekam er dann ein frisch geschmiertes Brot und stapfte davon. Als dann die anderen Gäste vorbei kamen, entdeckten sie auf unserem Frühstückstisch plötzlich ihr Waschmittel und waren doch ein wenig verwundert. Als wir es ihnen erklärten mussten sie dann auch lachen. Da hatte der kleine Sohn wohl geklautes Waschmittel gegen ein frisch geschmiertes Brot eingetauscht. Sehr geschickt!

 

Bei den fünft Tropfen Regen von gestern Abend ist es leider nicht geblieben. Die ganze Nacht hat es durch geregnet und auch heute Morgen zeigte sich keine Besserung. Dennoch, einen weiteren Ruhetag wollten wir nicht und wir hatten ja auch noch etwas vor. Erste Aufgabe am heutigen Tag war ein kurzer Ausflug nach Ouazazate um ein paar Erledigungen zu machen. Nachdem wir die Besorgungen wieder zum Kasbah gebracht hatten, starteten wir unsere Erkundungstour in die Berge mit geplantem Pistenanteil. Direkt im Schotter gestartet haben wir auch unsere ersten 15 Kilometer im Offroad-Modus bewältigt. Am Anfang noch auf sandigen Dreckpisten durch die Palmerie, ging es schon bald über steinige Pisten die bisweilen schwer zu erkennen waren. Nach einigen Kilometern stellten wir fest, dass am Horizont eine Straße entlangzuführen schien, die wir dort nicht erwartet hatten. Schnell kombinierten wir, dass wir uns wohl doch nicht auf der gedachten Nebenstrecke befunden haben (dafür war diese auch schon zu sehr Piste) sondern „die coolste Piste Nebenan“ (Zitat Carina) erwischt hatten und am Horizont die angedachte Straße verlief. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß im Kies und Sand und näherten uns langsam der Straße an, um dann doch regulär weiter zu fahren. Auf dem Teerband fuhren wir bis Ait-Moudzit, bevor die Piste in die Berge begann und wir aufgrund des immer noch sehr unangenehmen Wetters beschlossen umzudrehen und den Tag mit einer warmen Dusche zu beenden.

 

„Zuhause“ angekommen mussten wir leider feststellen, dass die Dusche doch nur kaltes Wasser zu bieten hatte, was Carina nur zähnebibbernd ertrug. Das Einzige, was Carina da noch aufmuntern konnte war, dass sie endlich die kleinen Katzenbabys entdeckte, die noch etwas unbeholfen und ängstlich aus der Wäsche schauten. Jetzt werden wilde Pläne geschmiedet, wie wir sie am besten klauen und auf den Motorrädern unter bringen können. 😉 Die Bilder sind leider heute etwas verregnet aber vielleicht könnt ihr ja etwas erkennen. Wir hatten jedenfalls einen Nass-Dreckigen-Spaß der unseren Aufenthalt hier in Skoura wohl abschließen wird.

 

Bei uns gab es Regen, in etwas höheren Lagen wurde daraus wohl Schnee, wie wir heute Abend festgestellt haben:

 

 

 

 

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Ruhetag

Carina : 6. September 2013 21:04 : Afrika| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Den heutigen Tag haben wir ausschließlich zum Faulenzen und Entspannen genutzt. Und natürlich um alles für den Blog vor zu bereiten. Viele Bilder mussten gesichtet und die Texte verfasst werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Internetverbindung über das reguläre Mobilfunknetz geht und dadurch ziemlich langsam ist. Heute Abend ist das Wetter hier zudem das erste Mal „schlecht“: Der Himmel ist tatsächlich bewölkt und wir haben etwa 5 Regentropfen abbekommen. 😉

 

Für euch heute somit nur ein paar Eindrücke hier aus dem Garten. Und morgen geht es dann wieder weiter.

 

 

 

 

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Gorges du Dades

Carina : 5. September 2013 21:03 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Nach einem etwas längeren Schlaf haben wir heute ein tolles Frühstück serviert bekommen mit dem obligatorischen, lecker süßen Pfefferminztee. Mathias hat inzwischen wieder (wie schon in Tunesien) seine Leidenschaft für das Warmgetränk entdeckt und lässt fast keine Gelegenheit aus sich daran zu laben. Daneben gab es marokkanische Pfannkuchen und Brot sowie als Aufstrich Honig, Aprikosenmarmelade und etwas von uns noch undefiniertem. Es schien eine Art Margarinenersatz zu sein, also ein Fett, sah aber aus wie Ziegenkäse. Davon haben wir also nicht viel probiert. Der Rest aber hat uns Kraft für den Tag geben und so sind wir dann gegen 11:00 Uhr tatsächlich zu den Gourges du Dades aufgebrochen. Ein Landstrich der, da sind sich viele Reiseführer und Landkarten einig, viel an landschaftlicher Schönheit zu bieten hat. Die Anreise über die Landstraße war relativ eintönig, lediglich der am Horizont immer präsente Hohe Atlas gab Anlass zum Staunen, und so freuten wir uns beim Abbiegen auf die Straße in die Schlucht über die abwechslungsreiche und schöne Landschaft. Das Tal, umrandet von leuchtend rot schimmernden Bergen, bietet eine Vielzahl von Grüntönen und interessanten Gebäuden. Am Straßenrand fanden sich immer wieder kleine Geschäfte, die Tücher, glitzernde Steine, Rosenwasser und andere Souvenirs aus der Region anboten, ebenso wie kleine Cafés, Restaurants, jede Menge Kasbahs und kleine Hotels. Am Anfang der Strecke trafen wir tatsächlich auch verhältnismäßig viele Touristen. Immerhin zwei Motorradfahrer, ein italienisches und ein französisches Pärchen. Doch je weiter wir entlang dem Tal fuhren, desto weniger Autos trafen wir, desto weniger Geschäfte und Hotels gab es am Straßenrand und desto schöner wurde die Landschaft. Die Touristen die schon den Anfang des Tals so toll fanden, dass sie wohl dachten alles gesehen zu haben und umdrehten, haben wohl das Beste verpasst. Dafür mussten wir allerdings wieder einige Serpentinen und Berge überwinden und durch eine enge Schlucht fahren, aber es hat sich gelohnt. Am Ende der Strecke drehten wir um (da wir sonst eine Piste hoch übers Gebirge auf ca. 3000 Meter hätten fahren müssen) und fuhren den selben Weg zurück. Trotzdem war die Landschaft wieder beeindruckend, da die andere Perspektive und das andere Licht (es wurde langsam Abend) wieder alles anders aussehen ließen.

 

Auch hier könnten wir wohl wieder ewig die tolle Landschaft versuchen zu beschreiben. Doch wir versuchen das lieber mit Bildern darzustellen, auch wenn das ganze in echt wohl noch viel beeindruckender gewirkt hat.

Am Abend waren wir sehr erschöpft vom Tag und genossen auf der Dachterrasse den wunderschönen Sonnenuntergang, wobei Mathias leider nicht wirklich zum Fotografieren kam, da seine Kamera von Samad, dem kleinen Sohn der Familie, in Beschlag genommen wurde. Der Fernauslöser schien ihn sehr zu faszinieren…anbei auch eines der Kunstwerke. Und danach gab es mal wieder ein fantastisches Essen, mit frischem Gemüse und Obst aus dem Garten. Hier probierten wir auch das erste Mal Feigen, die wirklich sehr lecker schmeckten.

 

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Bergfahrt

Carina : 4. September 2013 19:01 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Viele haben sicherlich schon einmal vom Atlas Gebirge gehört, doch auch wir waren uns nicht immer sicher, wo das liegt. Jetzt haben wir es mit eigenen Augen gesehen. Es gibt es, und es gibt auch viele Berge mit hohen Pässen und engen Kurven. Das könnte der Traum eines machen Eifel-Motorrad-Fahrers sein, nur sind wir hier in Marokko, wo es erstens keine Eifel gibt und zweitens die Straßenverhältnisse etwas anders sind. Die Straßen an sich sind in ausgesprochen gutem Zustand, sofern wir das beurteilen können, nur haben wir hier nicht immer ausreichende Sicherungen in den Haarnadelkurven und wir sind mit dem Verhalten einiger Straßenteilnehmer nicht ganz vertraut. Insgesamt haben wir also Vorsicht walten lassen auf der gesamten Strecke über den Hohen Atlas. Gerade die LKWs und Transporter fuhren bergauf oft nur mit 20km/h und bergab dafür mit fast 90km/h. So kam es, dass gerade die Einheimischen Autofahrer oft halsbrecherische Überholmanöver durchführten und dabei nicht nur sich selbst sondern auch andere in Gefahr brachten. Hinzu kam noch Carinas Höhenangst die in der Kombination mit der Passstraße am direkten Abgrund nicht hilfreich ist. Dennoch hat Sie es meisterhaft bewältigt, ohne aufzugeben und hat uns sicher bis nach Skoura im Anti Atlas geführt. Doch für die Fotos in diesem Teil war so nur Mathias zuständig, der sich bis zum Rand des Abgrundes gewagt hat, um ein paar schöne Fotos zu machen, während Carina lieber mit verschlossenen Augen auf dem Motorrad sitzen blieb. Dafür hatte Mathias etwas Probleme mit der Höhe im Allgemeinen, da wir doch recht schnell auf 2182 Meter hoch gefahren waren. Wieder in der Ebene angekommen, trafen wir an einer Tankstelle doch tatsächlich zwei deutsche Frauen, die sich ein Auto gemietet hatten und damit durch Marokko fuhren. Allerdings schienen sie kaum Französisch zu sprechen und verschanzten sich nachdem sie mit uns gesprochen hatten direkt wieder im Auto, um nicht zu viel mit den Einheimischen sprechen zu müssen.

 

Wir könnten jetzt sehr viel die Landschaft, die tollen Eindrücke und Panoramaausblicke beschrieben doch wir wollen es heute mal mit ein paar Bildern versuchen.

 

In Skoura angekommen, haben wir das Kasbah, wo wir ein Zimmer reserviert hatten, natürlich nicht gefunden. Dieses Mal hatten wir nämlich weder GPS Koordinaten, noch eine Adresse. So mussten wir mitten im Ort anhalten und wurden direkt von allen möglichen Einheimischen belagert, die natürlich alle eine ganz tolle Schlafmöglichkeit oder ein super Restaurant oder eine ganz fantastische Führung durch die Palmerie für uns im Angebot hatten. Doch als wir das Handy zückten und bei unserem Gastgeber angerufen hatten, legte sich das Interesse dann sehr schnell und wir konnten in Ruhe warten, bis wir dort abgeholt wurden.

 

Angekommen in unserer Unterkunft mussten wir doch staunen, wie klein die Kasbahs hier von außen wirken und wie groß sie von innen sind. Unser Zimmer ist dieses Mal zwar nicht so groß, wie die letzten, aber doch völlig ausreichend. Dafür wohnen wir hier bei einer sehr netten Familie, die für alles sorgt und sowohl abends, als auch morgens bekommen wir ein tolles einheimisches Essen serviert, mit allem was das Herz begehrt. Die meisten Zutaten dafür kommen aus dem Garten der Familie. Dieser ist umrundet von einer Mauer und in der Mitte steht das Haus, inklusive einer tollen Dachterasse. Die Motorräder können hier sicher im Innenhof stehen und wir können uns im ganzen Haus frei bewegen, wie zu Hause. Es ist sehr interessant gemeinsam mit der Familie hier zu leben. So bekommen wir viele Einblicke in das Leben der Einheimischen und können all unsere Fragen zu den Besonderheiten einfach stellen. So wird beispielsweise, wenn Tee serviert wird immer mindestens ein Glas mehr dazu gestellt, falls noch jemand vorbei kommt. Ebenfalls haben wir gelernt was die Unterschiede zwischen einer Herberge (Auberge), einem Hotel und einem Kasbah sind. Ein Hotel und eine Auberge sind standardisierte Unterkünfte mit einem geregelten Tagesablauf (Ceck-In, Check-Out, Frühstück) und einheitlichen Zimmern. Bei einer Auberge sind es normalerweise ca. 12 Zimmer wogegen ein Hotel mehr hat. Das System der Auberges ist auch erst seit dem Jahr 2000 landesweit etabliert, als der neue Minister für Tourismus ein neues Programm zur Tourismus-Förderung aufgestellt hat. Die Kasbahs, die vorwiegend in Südmarokko zu finden sind, hingegen sind eine Institution die viele Jahrhunderte eine ähnlich und doch andere Funktion als heute erfüllten. Damals waren Sie Unterkünfte für Karawanen. Karawanen wurden damals von mehreren Familien (ca. 3-5) ausgestattet und unterhalten. Als Raststationen und zur Verteidigung der Güter- und Wasservorräte wurden entsprechend kleine Burgen errichtet; die Kasbahs. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gelernt, dass die Größe der Kasbahs von der Anzahl der betreibenden Familien abhing, da jede Familie seinen eigenen Bereich (Turm) hatte. So konnte man auch von weit her erkennen, wie viele Familien das Kasbah betrieben. Heute werden Zimmer in den Gebäuden auch an Touristen vermietetet und die Kasbahs gehören meistens auch nur noch einer Familie. So kommt es vor, dass mehrere dieser Gebäude an einer Oase liegen, da jede Familie jetzt sein eigenes „Gutshaus“ hat. Wir leben also gerade in einer Art Bauernhaus – im Hintergrund mähen gerade übrigens die Schafe. Außerdem gibt es noch Hühner, Katzen und als Mitbewohner haben wir auch noch eine Heuschrecke. Der Garten bietet hier alles von Möhren über Feigen, Datteln und Mais. Dafür scheint es hier schon mal öfter kurz Stromausfall zu geben. So stand Mathias plötzlich mit halb geschnittenem Bart im dunklen Bad und war doch etwas verzweifelt. Aber zum Glück ist der Stromausfall immer schnell wieder vorbei, so dass es einen nicht wirklich beeinträchtigt.

 

Außer uns haben wir bisher nur vier weitere Gäste getroffen. Ein deutsches Pärchen, ebenfalls mit einem Motorrad und ein französisches Pärchen, als Backpacker unterwegs. So ist es hier in unserer Unterkunft angenehm ruhig.

 

Nach einem tollen drei Gänge-Menü sind wir am Abend erschöpft von der Bergreise ins Bett gefallen.

 

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Marrakesch

Mathias : 3. September 2013 18:56 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Gestern morgen haben wir nach einem ausführlichen Frühstück unsere Suite in Casablanca verlassen und uns nach Marrakesch auf den Weg gemacht. Dazu sind wir wieder ein ganzes Stück auf der Autobahn gefahren.

 

Dieses Mal hat sich die Landschaft zwischen Bergen und sehr großen flachen Wüstenabschnitten abgewechselt. Mal war alles in rote und mal mehr in gelbliche Farbe getaucht. Dazu kamen kleine Dörfer mit Lehmhäusern und Gebäuden, Schafherden am Rande der Autobahn, viele kleine Pisten, die wohl ehemals auch die Autobahn gekreuzt haben und ab und zu auch ein paar Menschen.

 

Zu den im letzten Text beschriebenen Randbedingungen kamen heute noch kreuzende Kühe mit Viehtreiber, Müllsammler auf dem Mittelstreifen und auf der Raststätte wurden uns dieses Mal keine Drogen, sondern Obst angeboten. Da wir das Obst leider nicht identifizieren konnten und uns so nicht sicher waren, wie man es wohl essen sollte, haben wir uns lieber nicht gekauft und in der staubtrockenen Hitze ein paar staubtrockene Kekse gegessen. Dafür machte Mathias dann noch ein paar Fotos vom Buchstäblichen „Nichts“, wodurch wir aus den Augen der Einheimischen wohl sehr merkwürdig gewirkt haben müssen.

 

Während des Fahrt blies uns im laufe der Strecke ein immer wärmerer Föhn entgegen. In den Motorradklamotten fühlte man sich dabei von der Temperatur her eher wie in einer Sauna. So waren wir froh, als wir dann endlich in Marrakesch ankamen.

 

Dort mussten wir Mitten in die Medina. Dank GPS Koordinaten, konnten wir zumindest ein Ziel ins Navi eingeben, da die Straßen hier dem Navi alle unbekannt zu sein scheinen (oder aber wir können die Adresse einfach nicht dementsprechend eingeben). Wir entschieden uns dann noch für einen kleinen Umweg, um nicht mitten durch den Markt zu fahren und kamen dann tatsächlich auch in der richtigen Straße an. Leider fand sich dort kein Schild mit dem Namen des Hotels oder auch nur irgendein Hinweis darauf. So mussten wir dann letztendlich doch fragen,wodurch wir von einem Jungen wieder 100 Meter die Straße zurück geführt wurden. Dort fand sich eine winzig kleine Gasse (zu eng für unsere Motorräder) und eine Ecke weiter dann auch eine Tür, wo auch tatsächlich der Name „KA“ an der Tür zu finden war. Der Chef des Hotels begrüßte uns und führte uns zu dem bewachten Parkplatz, wo wir unsere Motorräder sicher abstellen konnten. Und dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Eingerichtet im Berber-Stil (natürlich auch so benannt, als „Berber-Zimmer“), sehr schlicht, aber alle Möbelstücke sind perfekt abgestimmt und scheinen einzeln auswählt. Das Badezimmer ist ebenfalls passend eingerichtet, was aber zu schwer zum Beschreiben wäre, weshalb wir an dieser Stelle auf die Bilder verweisen. Das Zimmer ist zwar etwas kleiner, als die Suite in Casablanca (wo man bestimmt noch 20 Gäste hätte empfangen können), aber dennoch sehr groß. Nach einer Dusche und ein paar frischen Klamotten fühlten wir uns dann auch wieder besser und so gingen wir das Hotel erkunden. Die Fenster des Zimmers richten sich hier zum Innenhof, in dem es zahlreiche Sitzecken und einen kleinen Swimmingpool (mehr wie eine größere Badewanne) gibt. Weiter hoch die Treppen fanden wir noch eine riesige Dachterrasse mit zahlreichen Sitz- und Liegemöglichkeiten und einer Hammam. Der Chef des Hotel (genau genommen ein Riad – Gästehaus mit Innenhof in dem nur ein paar Zimmer zur Verfügung stehen) erklärte uns außerdem, dass es immer Moment sehr schön und angenehm sei, da es heute nur 43 Grad wären, wo sie doch die letzten Wochen eher 49 Grad hatten. Da wussten wir dann auch, woher der warme Föhn gekommen war. Leider kann man das Abendessen im Hotel immer nur morgens buchen, da dann alle Zutaten frisch für den Abend eingekauft werden. Deshalb mussten wir das Ausruhen verschieben und nach einer anderen Essensquelle suchen.

 

So machten wir uns auf den Weg, quer durch die Medina; Ausgerüstet mit zwei Stadtplänen, Reiseführer, Navi, GPS-Spot, Fotoapparat und allem Nützlichen eben. Erstaunlicher Weise wurden wir auf unserem Weg nicht sehr oft angesprochen und selbst in den engen Gassen in den Souks, wo die ganzen Händler ihre Geschäfte haben, konnten wir ganz bequem laufen, ohne in die Läden „gezerrt“ zu werden. Im Nachhinein führen wir das auf unsere Zielstrebigkeit zurück, Carina vor dem Verhungern zu bewahren. So kamen wir dann auch zügig voran und fanden tatsächlich auch einen Hinweis auf das gesuchte Restaurant und so auch glücklicherweise den sehr kleinen, versteckten Eingang zum Aufgang auf die Dachterrasse, wo sich dann auch tatsächlich das Restaurant befand. Sehr gemütlich in kleine Ecken aufgeteilt, mit Sprühwasser als Kühlung und einer Speisekarte, die auf einer riesigen Tafel vor den Tisch gestellt wurde, konnten wir so in dem recht europäischen Restaurant in Ruhe essen. Etwas verwundert waren wir doch, als die Tajine nicht mit Couscous sonder Pommes Frites serviert wurde, aber geschmeckt hat es trotzdem (Notiz: Mathias hat sich geweigert dir Fritten zu essen – dass war ein Stilbruch der absolut nicht akzetiert werden durfte).

 

Danach ging es weiter zum Jemaa el Fna, einem großen Platz in Marrakesch. Hier findet sich wirklich alles. Am Rand sind die typischen kleinen Läden, wo man Schals, Schuhe, Taschen und alles was das Konsumherz begehrt kaufen kann. Daneben finden sich die fahrbaren Restaurants. Abends werden sie mitten auf dem Platz aufgebaut und man kann dort essen gehen. Zusätzlich findet man sehr viele Stände, die Wasser und frisch gepressten Orangensaft verkaufen. Weiter unten auf dem Platz finden sich alle möglichen Gaukler: Henna-Malerinnen, Schlangenbeschwörer (um die wir einen großen Bogen gemacht haben), Greifvogelschauen (wobei die kleinen Küken einfach in rosa oder grün eingefärbt werden – mit Tierschutz nehmen sie es hier wohl eher nicht so genau), Affenschauen, Musikanten und so weiter und so fort. Das ist ein sehr buntes Treiben und drum herum riesige Menschenmengen.

 

Da es schon recht spät war machten wir uns auf den Rückweg. Im Hotel hatte man uns gesagt, dass man sich nicht verlaufen könne, weil alle Wege zu dem Platz führen würden. Doch hat sich schon mal jemand gefragt, wie man den Rückweg finden soll? Wohl eher nicht. Irgendwann hatten wir in dem Irrgarten an kleinen Gassen jegliche Orientierung verloren. Dazu kamen „Hilfsbereite“ Einheimische, die uns immer gerne den Weg zum großen Platz wiesen und uns mitteilten welche Straßen wohl nicht weiter führen würden. Vollends verwirrt schaltet wir dann doch das GPS ein und probierten damit den Weg aus den Gassen zu finden. Mittlerweile war die Sonne schon längst untergegangen und der Weg war noch schwerer zu finden. So schlichen wir durch stille, enge Gassen (Mathias möchte hier widersprechen – es war hell und es waren überall Leute zu sehen), vorbei an offene Baustellen, wo man nur am Rand noch vorbei balancieren konnte, bis wir wieder auf größere Straßen kamen und dann auch endlich wieder bei unserem Riad ankamen. Dort wurden wir bis zur Tür verfolgt von Kindern, die Süßigkeiten oder Geld forderten, aber nichts von uns bekamen, da wir leider keine Süßigkeiten, sondern nur Elektrogeräte im Angebot hatten und das mit dem Geld nicht eingesehen haben.

 

So sind wir dann erschöpft ins Bett gefallen, nachdem wir von den französischen Hotelbesitzern noch ausgelacht wurden, weil wir den Weg zurück nur mit dem GPS gefunden hatten.

 

Am nächsten Morgen haben wir im Innenhof bei noch angenehmen Temperaturen ein sehr leckeres Frühstück genossen, um uns dann früh auf den Weg in die Stadt zu machen, bevor es richtig heiß werden würde. Natürlich war der Plan zwar gut, aber leider war die Hitze ab 10 Uhr dann schon wieder sehr groß und für Mathias eigentlich unerträglich. Trotzdem haben wir uns erneut bis zu dem großen Platz durchgeschlagen, dann weiter zu den Palästen. Den einen Palast haben wir uns dann auch von innen angesehen, wobei es erstaunlich war, dass man dort einfach so (ohne Führung) herumlaufen und auch alles anfassen konnte (da nichts abgesperrt war). Dort fanden sich schöne Mosaik-Fliesen und tolle Deckenarbeiten. Zudem ein schöner Park, der zu den sonst sehr engen Gassen eine schöne Alternative bot. Auf dem Rückweg versuchten wir uns in den Souks dann noch im Handeln und schafften es immerhin weniger als die Hälfte des anfänglich genannten Preises zu zahlen. Der Händler schien zwar nicht mehr ganz so glücklich und fragte Carina ob sie berberische Herkunft habe, weil sie so stark verhandelt hätte. So waren wir doch umso zufriedener mit dem Geschäft und noch glücklicher darüber, dass wir uns am heutigen Tag nur mit einem Stadtplan zurecht gefunden haben, ohne uns zu verlaufen. Auch wenn das die einheimischen „Helfer“ nicht ganz so freute, da sie immer wieder versuchten uns in andere Richtungen zu schicken oder beteuerten, dass Wege nicht weiter führen würden, die laut Plan und wie wir dann auch feststellten aber wohl doch keine Sackgassen waren. Vermutlich haben sie nur probiert uns zu verwirren, damit wir dann doch auf ihre Hilfe angewiesen wären, aber das hat bei uns wohl nicht geklappt. So schafften wir den Weg zurück, wenn auch nicht mehr vor der Mittagshitze, so doch wenigstens ganz stolz alleine.

 

Im Riad haben wir uns dann noch was ausgeruht und der Hotelbesitzer hat uns auf der Karte ganz viele schöne Strecken, Pisten und Hotels empfohlen. Er hat sich noch lange mit uns unterhalten und viel erzählt, auch wenn Mathias davon leider nur weniger als die Hälfte verstanden hat. Als wir zurück in unser Zimmer kamen, mussten wir leider feststelle, dass wohl jemand an Mathias Portemonaie war und uns nun 200 Dirham, also rund 20 Euro fehlten. Das war sehr schade, aber leider ließ das Geld sich, wie natürlich schon zu erwarten war, nicht mehr auftreiben. So lernten wir, dass man auch wenn man fast neben seinem Zimmer sitzt, doch nicht immer alles im Blick haben kann. Beim nächsten Mal werden wir wohl besser aufpassen müssen.

 

Am heutigen Abend werden wir nun doch noch ein Essen hier um Hotel genießen können und dieses Mal wohl auch eine richtig Marokkanische Tajine bekommen. Dann werden wir uns gut ausschlafen, damit wir morgen für die nächste Etappe fit sind. 🙂

 

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Casablanca – Reisen wie im Film!

Carina : 1. September 2013 21:27 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Vorab: den Film „Casablanca“ haben wir beide noch nie gesehen. Ein Frevel den wir wohl bald nachholen müssen. Wir starten beim Original.

 

Am heutigen Morgen sind wir gut ausgeschlafen und nach einem leckeren Frühstück in den Tag gestartet. Eigentlich hatten wir den Plan, bis Rabat zu fahren, doch nach unserer abendlichen Planung haben wir uns dann doch dazu entschieden, schon bis nach Casablanca zu fahren.

 

Auf der Autobahn angekommen merkte man auch schon direkt, dass man nicht mehr in Europa war: Fahrräder fahren auf dem Seitenstreifen, Esel werden direkt neben der Leitplanke entlang geritten (dem Aussehen nach von bolivianischen Feldarbeitern, inklusive Poncho), Fußgänger queren die Fahrbahn, Brückenarbeiter balancieren ohne Sicherung auf dem Geländer und streichen dabei die Brücke neu, an den Maut Stationen werden einem schon mal Drogen angeboten und so weiter und so fort… Aber auch die Landschaft war sehr beeindruckend und besonders vielfältig. Von Bergen über Wälder, karge Wüstenlandschaften, Dünen und Meer haben wir wirklich alles am Rande der Fahrbahn beobachten können. Dazwischen finden sich immer wieder ein paar Esel, Schafe, Kühe und Pferde, sowie Feldarbeiter bei der Ernte oder Bewässerung ihrer Felder, „Gewächshäuser“ (nur durch Planen abgedeckt), kleine Dörfer und auch größere Städte mit höheren Häusern. Die eigentlich recht einfarbig aussenden Gebäude wirken, geschmückt durch die in allen Farben und an allen Orten daran aufgehängte Wäsche, doch sehr bunt in der Landschaft.

 

Auf dem ersten Stück Strecke haben wir sehr mit starkem, böigem Wind zu kämpfen gehabt. Deshalb konnten wir oft nur mit 80 km/h fahren, um nicht über alle Autobahnspuren geweht zu werden. Doch weiter im Süden legte sich der Wind dann langsam und wir konnten wieder etwas zügiger fahren.

 

Eigentlich hatten wir das mit dem Sprit bis zur nächsten Tankstelle genau geplant und berechnet, aber leider waren die Berechnungen wohl doch nicht exakt genug. So kam es, dass Carinas Tankanzeige schon ein ganzes Stück lang leuchtete, als sich auf dem nächstgelegenen Rastplatz aber leider dann doch keine Tankstelle fand. Bis zur nächsten Tankstelle und damit auch bis zur nächsten Ausfahrt waren es allerdings noch ca. 37km. Nach den Tankberechnungen wäre das noch genau die mögliche Reichweite des Motorrads gewesen, aber auch sonst wäre uns keine andere Wahl geblieben, als es einfach zu probieren. So tuckerten wir dann mit 90 km/h über die Autobahn – Carina in Mathias Windschatten, um Sprit zu sparen. So schafften wir es noch genau bis zur nächsten Tankstelle und waren doch beide sehr erleichtert. Nächstes Mal werden wir wohl früher Tanken und die Zusatztanks und Kanister dann doch mal auffüllen.

Ein paar Eindrücke als Videos (Ton aus machen):

Auf der Autobahn kam es immer wieder dazu, dass bei vorbei fahrenden Autos die Fenster heruntergekurbelt wurden und Fotos von uns gemacht wurden. Sogar einige Frauen machten Bilder und gaben Carina zu verstehen, dass sie es toll finden, eine so emanzipierte Frau zu sehen, die sogar selber ein Motorrad fährt. Da wir immer wieder aus verschiedenen Perspektiven als Model für Fotos herhalten mussten (ungefragt natürlich), haben wir uns doch überlegt, uns an das Geschäftsmodel hier anzupassen und dafür Geld zu verlangen. Wie die Marokkaner da wohl aus der Wäsche gucken würden, war eine köstliche Vorstellung.

 

Als wir langsam müde wurden, hatten wir uns schon fast bis Casablanca vorgekämpft und so schafften wir auch noch den Rest der Strecke. In den Motorradklamotten findet sogar Carina es doch etwas zu warm, so dass uns beiden auch die Hitze etwas zu schaffen macht. Das Hotel war dank GPS-Koordinaten leicht zu finden und nach ein paar mal hin und her konnten wir die Motorräder parken und wurden vom Consièrge auf unser Zimmer gebracht, dass sich dann als die Suite herausstellte. So beschlossen wir doch erst ein paar Fotos zu machen, bevor wir all unsere Sachen dort verstreuten. Hierzu sollten wir erwähnen, dass unsere gestrige Umplan-Aktion auch die Suche nach einer Bleibe beinhaltete und uns auf einer Buchungsseite dieses stark reduzierte Zimmer auffiel, das damit auf einmal in unserem Reisebudget lag. Hurra, jetzt dürfen wir uns auch mal wie verwöhnte West-Touristen fühlen. Das Motto des Hotels ist nämlich „Willkommen in 1000 und einer Nacht.“ – wir bleiben aber doch nur eine, die eintausend anderen lassen wir für andere da.

 

Und dann ging es auf in die Stadt. Wir wollten schließlich auch noch ein bisschen von ihr sehen und auch etwas essen. An den typischen Stadtverkehr, mit viel Hupen, Rufen, Winken und einfach drauflos gehen und fahren, hatten wir uns doch schnell gewöhnt. Auch den Stadtplan zum Teil auswendig zu kennen, um nicht verloren oder suchend zu wirken und Helfer anzulocken, haben wir gut gemeistert. Doch leider fanden wir das gesuchte Restaurant nicht. Dafür sind wir dann allerdings im Schwulenviertel der Stadt gelandet. Erst dachten wir, dass wir falsch geguckt hätten, da in arabischen Ländern solche Viertel ja eigentlich nicht so verbreitet sind, wie bei uns. Aber da liefen tatsächlich händchen haltende Männer zusammen über die Straße und saßen in den Cafés als Paar zusammen. Da es hier nur Cafés gab mussten wir unsere Suche dann doch in einer andere Gegend fortsetzen und fanden dort auch für uns etwas zu Essen. Casablanca erschien uns doch eine sehr westlich orientierte Stadt zu sein. So fanden wir hier eine richtige Einkaufsstraße, ganz wie bei uns auch mit großen Geschäften rechts und links, ohne aufdringliche Händler oder ähnliches.

Danach gingen wir noch an der Medina entlang und in Richtung Hafen. Dies war jedoch nicht ein schöner Hafen mit Segelschiffen oder Booten, sondern ein Frachtschiffhafen und somit mehr Industriell angehaucht. Auf dem Weg zur Moschee durchquerten wir noch verschiedene Viertel der Stadt und fanden dann nach einer, uns bei der Hitze ewig vorkommenden, Wanderung die Moschee. Nach ein paar Fotos gingen wir noch zum Ufer, wo gerade wohl Badezeit war und die Männer von der Ufermauer gefühlte 5 bis 7 Meter tief ins Wasser sprangen und dort badeten. Die Frauen durften wohl lediglich bei dem Spaß zusehen, aber nicht teilhaben. Leider konnte Carina Mathias nicht dazu überreden auch zu Baden. Wie schade. Nun mussten wir noch den ganzen Weg zurück wandern und stellten auch bald fest, dass wir natürlich mit Kameras und Technik ausgerüstet waren, aber kein Wasser mitgenommen hatten. Sehr dumm von uns. Trotzdem schafften wir die Wanderung zurück bis zum Hotel und genießen nun erschöpft unsere Suite.

 

P.S.: Mathias hat nun auch beschlossen, dass der Fernseher völlig überflüssig ist und sitzt am Fenster und beobachtet gespannt das Treiben draußen auf der Straße. Wie Menschen aus Busfenstern flüchten, weil sie schwarz gefahren sind, streitende Taxifahrer und wild hupende Autos, die quer durcheinander fahren. Viel lustiger als Fernsehen. 🙂

 

 

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Willkommen in Marokko – „ahlan wa-sahlan fi al-magrib“

Mathias : 31. August 2013 20:55 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Barcelona hat uns ziemlich gut gefallen, zumindest das Bisschen, das wir am Abend bzw. Nacht so sehen konnten. Wir haben uns, aus Vernunftsgründen – die Fähre sollte um 10 Uhr ablegen, d.h. 6 Uhr aufstehen – nur auf die unmittelbare Umgebung beschränkt, was nette Restaurants, die Altstadtmauer und den neuen Hafen umfasste. Ein wenig Schlendern und die, trotz fortgeschrittener Stunde, warmen Temperaturengenießen. Uns ist aufgefallen, dass neben den freundlichen Einwohnern auch die Stadt einen einladenden Eindruck macht. Alles ist auch Nachts hell beleuchtet, so dass wir uns überall sicher gefühlt haben. Nicht nur uns hat es an dem Donnerstag ins Freie gezogen, sondern auch die Einheimischen, vor allem junge Spanier schienen die angenehmen Temperaturen zum Ausgehen zu nutzen und sich in den Restaurants zu treffen und Unterhaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Schade, dass wir nur so kurz Zeit hatten, aber unser Ziel liegt ja etwas weiter südlich.

Des Morgens haben wir uns tatsächlich um 6 Uhr aus dem Bett gequält, da wir ja unsere Fähre rechtzeitig erreichen wollten. Die Ersten beim Frühstück und die Ersten in der Garage, so fühlten wir uns genau richtig, auch die Ersten an der Fähre zu sein. Der Gedanke war gut aber, wir hatten die Rechnung ohne unsere Mitreisenden gemacht. Gut, zwei Stunden vor der Abfahrt am Ablegesteg zu sein ist nicht ganz so üppig, aber immerhin waren wir nicht die allerletzten. Vorbei gemogelt an den bis obenhin vollgepackten Autos von marokkanischen Heimkehrern – diese Packkünste sind wirklich bewundernswert, man glaubt kaum was in, auf, unter und an einen Mercedes Sprinter so alles angebracht werden kann – haben wir uns einen Platz in der ersten Reihe sichern können. Nach dem Check-In mussten wir nur noch ca. 30 Minuten warten und schon ging es auf die Fähre. Mit einem etwas forscherem Fahrstil kamen wir dann auch recht gut voran und haben unseren Platz auf der Fähre belegt. Die Besatzung der Fähre wollte es sich einfach nicht nehmen lassen, unsere Motorräder selber zu verzurren und so musste Mathias mit etwas Sorge seinen Weg in Richtung Kabine antreten, wusste er doch nicht ob die beiden Reisegefährten gut verzurrt werden (ohne Schaden zu nehmen).

 

Die Fährfahrt, angesetzt auf 32 Stunden, war bis auf zwei Besonderheiten recht unspektakulär und wir konnte es ruhig angehen lassen, unser kleine Kabine in Beschlag zu nehmen und uns einen Sonnenplatz zu suchen. Carina hatte jetzt auch die Möglichkeit den GPS Spot wieder ein zu schalten und weitere „Fußstapfen“ zu setzen, damit die Daheimgebliebenen sehen, wo wir gerade herum schippern. Diese Prozedere haben wir während der Fährfahrt einige Male wiederholt um uns ein wenig „an zu bräunen“. Ein bisschen sehr geruhsam haben wir es wohl auch mit dem Hinweis der Bordbesatzung genommen, dass man nun die Zollerklärung machen könnte. Hierzu solltet ihr wissen, dass wir in Tunesien die Zollunterlagen jederzeit nehmen und ausfüllen konnten, da Sie in Bergen überall auf der Fähre herumlagen. Wir haben uns jedenfalls bis 18:30 Uhr zeit gelassen uns danach zu erkundigen. Dann haben wir erfahren das die Zeit für das Ausfüllen der Formulare nur von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr ging und wir nur mit ganz viel Glück vielleicht noch die Beamten erwischen könnten. Wir hatten ein wenig Glück, zumindest eines der Formulare konnten wir ergattern und den Hinweis, dass wir morgen um 10:00 Uhr wiederkommen könnten, zur so zu sagen inoffiziellen zweiten Sitzung. Ok, das hatte also noch knapp funktioniert, dachten wir. Die Ankunft in Tanger war für ca. 17/18 Uhr am Samstag angesetzt – nach unseren Berechnungen. Am nächsten Morgen haben wir uns dann also ein kleines Frühstück und ein morgendliches Sonnenbad gegönnt, um danach die schon ausgefüllten Papiere stempeln zu lassen. Überpünktlich saßen wir schon um 9:30 Uhr an besagtem Ort und warteten ungeduldig. Um 9:55 Uhr kam die Durchsage, dass wir um 10:00 Uhr die Kabinen geräumt haben sollten, da wir um 12:00 Uhr in Tanger anlegen würden. Sehr witzig. Ein italienisches Fährunternehmen auf dem Weg in einen marokkanischen Hafen – nicht unbedingt die Kombination die eine Unpünktlichkeit von 5 Stunden vermuten lässt. Jetzt wurde es ein wenig hektisch. Schnell das eine Formular abgeben und das Zweite ausfüllen, stempeln lassen und zurück in die Kabine, in der Hoffnung, dass die Mannschaft noch nicht angefangen hatte unsere Kabine zu reinigen. Schnell umziehen, einpacken und sich zum Sammelpunkt zu begeben denn dann konnte es losgehen: das Warten. Ja 1,5 Stunden mussten wir noch im Flur warten bis wir in die Garage konnten, um unsere Motorräder wohlbehalten vorzufinden und die Einreise nach Marokko an zu treten. Hier hatten wir wieder den Vorteil, dass wir als Motorradfahrer überall schnell vorbeigelassen wurden und so kamen wir schnell und unkompliziert an Land und in die Zollabfertigung. Hier durften wir uns erst einmal abstellen, um dann von Häuschen eins zu zwei zu laufen, um diverse Stempel zu bekommen oder aber, und hier waren wir etwas überfordert, damit nur jemand offenbar eine Nummer in einen Computer eintippt damit wir wieder zu Häuschen eins laufen zu können – mit den selben Unterlagen wir vorher. Wichtigstes Dokument ist für uns ab jetzt, neben dem Pass, das grüne Papier, das bestätigt, dass wir unsere Motorräder eingeführt haben und diese auch wieder mitnehmen dürfen. Wie dem auch sei, alle waren sehr freundlich und so waren wir ziemlich schnell eingereist. Willkommen in Marokko.

 

Den Weg zu unserem Hotel in Tanger haben wir zügig gefunden, obwohl wir, entgegen unserer Planung, in einem etwas östlicher gelegenen Hafen angekommen sind und wir so eine etwas andere Anreise hatten. Ein paar organisatorische Sachen haben wir noch erledigt; Geld abheben, Essen und den nächsten Tag planen. Denn eine Unterkunft haben wir für morgen noch nicht. Dann werden wir mal sehen wo es uns hin verschlägt. Soviel sei verraten, wir haben unsere Pläne ein klein wenig angepasst.

 

PS: Carina hat soeben die Klimaanlage in unserem Hotelzimmer ausgestellt da sie befürchtet zu erfrieren. Das Argument leuchtet ein: „Wir sind doch nicht in den Süden gefahren um zu erfrieren“. (Dazu ein aufgerissenes Fenster von dem aus uns die 40 Grad Hitze ins Zimmer zieht – grinsender Gesichtsausdruck) – recht hat Sie.

 

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Der Autozug

Carina : 29. August 2013 18:23 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog

Unsere ersten zwei Anreisetage verbrachten wir mit wenig Fahren und viel Warten. Unser Gepäck hatten wir vorgestern Abend schon soweit zusammen und mussten gestern Morgen „nur noch“ alles aufladen. Selbstverständlich hatten wir aber noch einiges an Proviant mitzunehmen, damit Carina bei Laune bleibt. Das und eine letzte Aufräumaktion in unserer Wohnung führten zu einer kleinen „Verzögerung im Betriebsablauf“ (Zitat: DB). Glücklicherweise hat Mathias vor der Abfahrt noch einen Kontrollgang durch die Wohnung gemacht und dabei seine Papiere gefunden, ohne die eine Einreise nach Marokko wohl schwierig geworden wäre. Obwohl wir natürlich erst später als geplant losfuhren, waren wir doch viel zu früh in Düsseldorf beim Autozug. CheckIn und einsortieren gestalteten sich problemlos. Lediglich das Einfahren in den unteren Teil des Autozuges gestaltete sich insbesondere für Mathias als interessant. Die Deckenhöhe von tatsächlichen 1,60 m gab es eigentlich überhaupt keinen Platz mehr für seinen Kopf. Glücklicherweise hat der Helm die unzählbaren Begegnungen von Stahldecke und Kopf etwas gedämpft und Mathias konnte sein Motorrad noch aus eigener Kraft an seinem temporären Parkplatz abstellen. Das Verzurren übernahmen für uns dann die geübten Herren des DB Autozugs und wir konnte uns vier Stunden auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof vertreiben.

Die Zeit verging, tendenziell langsam, und die einzige bemerkenswerte Begegnung war die mit „dem Spanier“ (Name unbekannt) der uns in gebrochenem Englisch erklärt hat, dass er in vier Tagen die Strecke von Südspanien nach Dänemark gefahren ist. Nicht schlecht müssen wir ihm da neidlos zugestehen, das wäre ja auch etwas für unsere Anreise gewesen. Bedenken wir aber den zweiten Teil der Geschichte, glauben wir, dass wir die bessere Wahl getroffen haben. Unser Spanier hat nämlich nur Geld für Benzin eingeplant und sich in den Tagen nur von Wasser und Erdnüssen ernährt. Eine interessante Diät wie wir finden, doch wir beide wissen, dass es nicht unbedingt zum unserem Erholungswert beiträgt sich eine strenge Diät und die Reisemühen auf sich zu nehmen. Appropos Mühen, geschlafen hat unser neuer Bekannter auch nur neben seinem Motorrad. Dafür hat er sich noch Zeit genommen uns seine Bekleidungsphilosophie beim Motorradfahren zu erläutern. Man nehme: Funktionsshirt und Radlerunterhosen, ziehe darüber Baumwollsachen und darüber die Motorradjacke (kein Nierengurt – weil zu ungemütlich), so wie eine Jeans und schon hat man eine perfekte Motorradkombi. Aufgrund der Sprachbarriere kamen wir leider nicht zu Detailfragen, ob denn die Kombination von Funktions- und Baumwollwäsche den praktischen Effekt des Erstgenannten etwas untergraben würde. Die Sprachbarriere hielt ihn jedoch dazu an – da ihm kein Wort für Fahrradhose einfiel – mitten auf dem Bahnsteig seinen Gürtel und Hose zu lockern und uns besagtes Kleidungsstück in echt zu zeigen. Es lebe die internationale Verständigung. Jeder wie er mag.

 

Die Autozugfahrt an sich gestaltete sich ganz in Ordnung. Der Platz ist nicht üppig, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Positiv überrascht waren wir über das inkludierte Frühstück, serviert durch unseren Zugbegleiter, was für ein Luxus. So genossen wir die Anfahrt nach Narbonne gemütlich sitzend, stehend, liegend und die Landschaft genießend im Zug. Wir hätten der DB noch gerne einen Optimierungstipp gegeben, da die Wartezeit zum Umrangieren von unterschiedlichen Zugteilen (nach Alexandria und Narbonne) bei Neu Isenburg geschlagene drei Stunden in Anspruch genommen hat. Zeit die wir gerne noch für unsere Strecke nach Barcelona gehabt hätten. Abgesehen davon und von unseren Mitreisenden, die den „Zug mit strengem Rauchverbot“ in einen „Strengen Raucherzug“ verwandelt haben, können wir uns schon ganz gut für diese Weise der Urlaubsanreise begeistern. Entspannend bis hierin.

 

Nach dem kleinen Frühstück kamen wir dann auch pünktlich um 12:12h in Narbonne an. Dort ging es zügig voran und schon bald konnten wir unsere treuen Reisegefährten wieder abholen. Beim Herausfahren aus dem Autozug blieb Mathias mit seiner Box am Geländer hängen – zum Glück ohne Schaden. Was das Wetter auf dem Weg nach Barcelona anging, behielt unser spanischer Reisegefährte recht und so regnete es tatsächlich fünf oder sechs Tropfen Wasser. Ein Glück, dass uns zur Eile geraten wurde und so konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang in Barcelona erleben. Nachdem das Hotel nun bezogen ist, werden wir nun die Stadt unsicher machen und dort auch noch auf Nahrungssuche gehen.

 

Und morgen geht es weiter in Richtung Marokko…

 

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Los geht’s

Mathias : 28. August 2013 06:36 : Afrika| Aktuell| Allgemein| Live| Marokko| Motorrad| Reiseblog| Reisevorbereitung

Und wir sind auf dem Weg…

Tage lang haben wir uns jetzt mit packen, umpacken, verpacken, zurückpacken, überpacken, auspacken und wiederverpacken verbracht. So sehr uns die Vorbereitung auch Freude bereitet, haben wir heute morgen beschlossen das es jetzt los gehen kann. Was wir jetzt nicht eingepackt haben werden wir auch nicht brauchen oder müssen uns eben anders helfen. Die Motorräder sind ziemlich beladen, obwohl wir uns, wie geplant, sehr zurückgehalten haben. Den höchsten Anteil haben voraussichtlich die Wasser- und Nahrungsvorräte die wir für die kommenden Tage eingepackt haben.

Ein kurzer Abriss unserer Marokko Anfahrt wollen wir euch noch verraten, damit ihr wisst wie wie unsere Reise ungefähr verlaufen wird. Unsere Stationen sind in den nächsten Tagen:

– Aachen nach Düsseldorf

– Düsseldorf nach Narbonne

– Narbonne nach Barcelona

– Barcelona nach XY

 

So und jetzt sind wir erst mal auf dem Weg und melden uns voraussichtlich wieder aus Barcelona. Bis dahin können wir uns ja schon mal mit den Fakten zu unserem Reiseland vertraut machen. Stay tuned 😉

 

Quick Facts

 

Offizieller Name: Al-Mamlaka al-maghribiya (Maghrebinisches Königreich, Königreich Marokko)

Staatsform: Konstitutionelle Monarchie

Hauptstadt: Rabat

Währung: Dirham

Amtssprache: Arabisch

Einwohnerzahl: Ca. 32.597.000

 

 

Das 459.000 Quadratkilometer große Land, ohne das umstrittene 266.000 Quadratkilometer große Westsaharagebiet, in Nordafrika bildet den westlichen Teil der Maghreb-Staaten neben Tunesien, Algerien und Mauretanien. Die klimatischen Bedingungen sind innerhalb des Landes sehr unterschiedlich. Das Atlas Gebirge, mit einem Steppenklima, teilt das Land in zwei klimatische Hälften. Der Norden des Landes von dem mediterranen subtropischen Klima beeinflusst wird, wohingegen der Süden mehr durch das Wüstenklima der Sahara beeinflusst wird. Dementsprechend werden auch wir auf unserer Reise einige unterschiedliche Klimatische Bedingungen erleben. Im Norden erwartet uns ein mildes Mittelmeerklima und je weiter wir nach Süden kommen, desto wärmer kann es werden. Wir hoffen, dass wir, durch die Wahl unserer Reisezeit, keine Temperaturen wie im Juni von mehr als 45 Grad Celsius erleben, denken aber, dass wir dennoch bei 25 bis 35 Grad ins Schwitzen kommen werden wenn wir uns südlich des hohen Atlas aufhalten.

 

Geschichtlich hat das Land schon viel erlebt. Im 12. Jahrhunder v. Chr. nutzten die Phönizier das Land um Handelsstützpunkte zu errichten und die Handelsrouten rund um das Mittelmehr zu sichern. Nach dem Fall Karthagos (auf jetzt tunesischen Gebiet) befand sich auch Marokko unter römischer Herrschaft. Nach der Eroberung der Städte Tingis (jetzt Tanger – damalige Hauptstadt) und Ceuta durch die Vandalen 429 n. Chr. wurden beide Städte 48 Jahre später von den Römern zurückerobert und befestigt. Im Mittelalter eroberten die Araber das Land und benannten es nach dem arabischen Begriff für Sonnenuntergang: Maghreb – was sich auch heute noch im offiziellen Landesnamen wiederfindet „Al-Maghrib“. Von hieraus eroberten die Araber auch große Teile Spaniens, bis sie, durch die Reconquista 1492, die Landteile wieder an europäische Herrscher aus der Volksgruppe der Westgoten verloren. Direkt nach der Reconquista (Wiedereroberung), begannen Spanien und Portugal damit entlang der Küsten Handelsstützpunkte zu errichten wodurch langsam Handelsbeziehungen zwischen Marokko und den europäischen Staaten entstanden. Ca. 1669 kam die, auch heute noch herrschende, Königsdynastie der Alawiden an die Macht und eroberte viele der besetzten Küstenstädte zurück. Im Jahr 1844 unterlagen die marokkanischen Truppen der französischen Armee, die zuvor bereits Algerien unterworfen hatte. Nord-Marokko war von da an unter französischem Einfluss, was auch das deutsche Kaiserreich 1911 im Marokko-Kongo-Vertrag anerkennen musste. Der südliche Teil blieb unter spanischen Einfluss was auch im Protektoratsvertrag zwischen Frankreich und Spanien festgehalten wurde.

Topografische Karte Marokko

Offizieller Machthaber in Marokko blieb weiterhin das Geschlecht der Alawiden. In der Zeit zwischen 1911 und 1948 kam es zu mehreren Aufständen von Berberstämmen gegen die Protektorate, welche letztlich in einer gemeinsamen Offensive der spanischen und französischen Truppen, unter hohen Verlusten, beendet wurden. 1955 mussten die Protektorate aufgrund nationaler Proteste aufgelöst werden und Sultan Muhammad V. bestieg, nachdem er zuvor von den Besatzern abgesetzt wurde, wieder den Thron und nahmen 1957 den Königstitel an. Die Unabhängigkeit Marokkos ist seitdem von vielen Nationen anerkannt. Lediglich der Konflikt um die Gebiete der Westsahara, die nach der Entlassung in die Unabhängigkeit durch Spanien 1976 zu einem Zankapfel zwischen Algerien, Mauretanien und Marokko wurde, stellt sich bis heute als international schwierig dar und belastet den marokkanischen Staat. König Mohammed VI., Sohn von König Hassan II, setzt seit 1999 den westlich orientierten Kurs seines Vaters fort und fördert bis heute die Annäherung der Landes an die EU und die USA, nicht zuletzt um den wichtigen Wirtschaftszweig des Tourismus zu stärken. Hauptwirtschaftszweige Marokkos sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Hier spielen vor allem auch die reichhaltigen Phosphatvorkommen des Landes eine wichtige rolle für die Herstellung chemischer Produkte.

Es geht also in ein geschichtlich reiches Land mit einer stabilen politischen Lage, was schon einmal gute Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt sind. So gut vorbereitet können wir uns jetzt guten Gewissens an das Packen unserer Kisten und Packsäcke machen damit wir auch alles notwendige dabei haben um unseren Aufenthalt genießen zu können.

 

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Up-next: Marokko

Mathias : 26. Mai 2013 23:20 : Afrika| Allgemein| Marokko| Reisevorbereitung

So nun sind wir uns sicher. Als nächstes sind wir in Marokko.

Das regnerische Wochenende haben wir genutzt um uns mit dem Lonely Planet, Landkarten und dem Internet zu vergraben und einige Ziele zu sondieren. Viele Ideen haben wir gesammelt, einige aussortiert und und dann auf einige grobe Ziele geeinigt. Das Undankbare dabei ist, dass wir uns so viele Orte gerne ansehen möchten aber dafür die Zeit einfach nicht reicht. Apropos Zeit. Für unsere Reise stehen uns insgesamt vier Wochen zur Verfügung, von denen eine im August und die drei restlichen im September liegen. Eine Zeit die wir für die Region zum Reisen für geeignet halten.

Auf Marokko selber werden voraussichtlich nur zwei Wochen fallen. Die übrige Zeit verbringen wir mit An- und Abreise die wir auch schon geplant haben. Wir werden die Deutsche Bahn bemühen uns bis Narbonne (Frankreich) zu bringen von wo aus wir dann bis Barcelona (Spanien) fahren um von dort aus mit der Fähre nach Tanger Med. (Marokko) überzusetzen. Ab Tanger sind wir dann bisher noch planlos und werden sehen ob wir hier weiter planen werden als es der heutige Stand ist. Es hat für uns durchaus seinen Reiz nur grobe Ziele ins Auge zu fassen und dazwischen sehr variabel zu sein. Mal sehen.

Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass es bald los geht. Ach ja, hatten wir erwähnt, dass wir natürlich wieder mit den Motorrädern los ziehen?!

Wir würden uns freuen wenn Ihr auch wieder Lust habt dabei zu sein! Abfahrt ist in genau 92 Tagen!

 

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